Youtube – Frühling

Am 14. März startet das „Frühlingspaket“

Im Winter zieht sich die Natur in die Erde zurück, um mit neuer Kraft im Frühling dem Sonnenlicht entgegenzuwachsen. Die „tote Natur“ erwacht zu neuem Leben: Was für ein Auferstehungsfest!


Schatzsuche mit Kindern im Frühling: Für Eltern und Pädagog:innen

  • Kinder suchen erste Frühlingsblumen und merken sich Farben, Düte und ihre Namen
  • Sähen Kresse, Ostergras oder Weizenkörner und bewundern die Wachstumskraft der Keimlinge
  • Färben Ostereier und bauen Osterneste
  • Sie beobachten junge Tiere
  • Spielverse und Frühlingsmärchen vertiefen ihre Eindrücke auf der Schatzsuche im Frühling

Frühlingsvärs: Guggugg, Guggugg

Guggugg, Guggugg,
rüeft’s usem Wald.
Chinder, Chinder,
kömmet cho z’schpringe,
mir tanze und singe:
Dr Frühelig, dr Frühelig,
chunnt bald.
Guggugg, Guggugg,
rüeft’s usem Wald. 
 

Spielanregung:
Zum Vorspielen als Tischtheater brauchen wir „Wald“ und Kuckuck, Frühlingsblumen und acht Fingerpuppen.  

Frühlings-Vers als Kreisspiel:
Der Kuckuck sitzt in der Mitte, die Kinder verstecken sich und kommen auf seinen Ruf in den Kreis zurück, geben sich die Hände und tanzen im Kreis.  

Blumenrätsel: Wie heisst das Glöggli?
Wie heisst das Glöggli, im wisse Röckli?
Es wachst im Früelig als erschts Blüemli usem Schnee.
Hesch du das ou scho gseh?


Fingervärs: D’Muetter Ärde  

D‘Muetter Ärde seit:
„I ha vier Kinder,
dr Früelig,
dr Summer,
dr Herbscht
und dr Winter.“


D‘Muetter Ärde seit:
„Dr Frühelig bringt Blume,
dr Summer bringt Gras und Chlee,
dr Herbscht bringt Trube
und dr Winter bringt Schnee.“
   

Spielanregung:  
Der Fingervers wird immer beiden Händen gespielt. An jeder Hand eine Strophe.


Früeligsmärli:
„Dr Oschterhas Hansi“

Der Osterhase Hansi ist das jüngste Kind der Osterhasenfamilie.
Er darf zum ersten Mal Ostereier austragen. Und damit beginnt sein Abenteuer….


Zeichnigsvärs :
Häsli, Häsli lauf …

E chline Chreis,
e grosse Chreis,
zwe Löffel obedra,
e chlini Blume unde druf,
Häsli, Häsli lauf,
lauf, lauf, lauf!
Hopp, hopp, hopp.  

Spielanregung:

  • Die Kinder malen den Zeichnungsvärs zuerst mit dem Zeigefinger in die Luft.
  • Häschen-Figur mit Zeigefinger „nachmalen.“
  • Die Kinder „malen“ sich gegenseitig den Hasen-Vers mit dem Zeigefinger in der Luft auf den Körper.
  • Mit Stift rhythmisch auf das Papier zeichnen.

Tierlivärs: Mäh, Lämmeli, mäh 

Mäh, Lämmeli, mäh,
das Lämmeli louft im Chlee.
Do stosst’s sech ame Steindli,
do duet‘s ihm weh si Beindli.
mäh, Lämmeli, mäh.

Mäh, Lämmeli, mäh,
das Lämmeli louft im Chlee.
Do stosst’s sech ame Strüüchli,
do duet‘s ihm weh si Büchli.
mäh, Lämmeli, mäh.

Mäh, Lämmeli, mäh,
das Lämmeli louft im Chlee.
Do stosst’s sech ame Stöckli,
do duet‘s ihm weh si Chöpfli.
mäh, Lämmeli, mäh.

Mäh, Lämmeli, mäh,
das Lämmeli louft im Chlee.
Do gümbberlet‘s sicher über‘ne Stei,
mit sine junge, junge Bei.
Juheh, jetzt duet‘s ihm nüt me weh!

Mäh, Lämmeli, mäh,
das Lämmeli louft jetz hei, hei, hei.
Sicher über Schtock und Schtei,
mit sine schtarche Bei, Bei, Bei.
Juheh, jetzt duets ihm nüt me weh!
  

Spielanregung: Deko für Tischtheater: Tuch, Moos, Lämmchen, Stein, Strauch, Holzstück. Das Vorspiel kann beginnen!

Als Rollenspiel darstellen:

  • Die Kinder spielen zum Vers passend „Lämmchen.“
  • Lämmchen sind noch wackelig auf den Beinen. Sie stossen sich an Stein, Strauch und Stock.
  • Am Schluss des Verses sind die Beine erstarkt und machen nicht mehr weh. Das Lämmchen hüpft schnell heim über Stock und Stein.
  • Junge Lämmchen zeichnen.
  • Oder aus Salzteig Lämmchen-Figuren kneten.

Früeligsmärli: Vom Schlüsselblüemli

Das Märchen stammt aus Deutschland. Susanne Stöcklin-Meier erzählt es frei in Schweizerdeutsch. Vor langer Zeit, als das Wünschen noch geholfen hat, hat ein Hirte die erste Schlüsselblume gepflückt. Was dann geschah, genau das erzählt das Märchen…


Tiervärs:
Storch, Storch, Schnibelschnabel

(Volksgut: bearbeitet von Susanne Stöcklin-Meier)

Storch, Storch, Schnibelschnabel,
mit dem länge Klapper-Schnabel,
klappedi, klappedi, klapp, klapp, klapp.

Mit de länge, länge, rote Bei,
schpaziersch du über Gras und Stei.

Flügsch de über em Beck sis Huus,
und stibitzisch dört drüü Weggli druus.
Klappedi, klappedi, klapp.

Bringsch mir eis, bring dir eis und dir eis.

Spielanregung:
Deko für Tischtheater: Grünes Tuch, schwarzer „Turm“, grosser und kleiner Storch, 3 Wecken. Spielvers nachspielen.  

Storchengymnastik: Die Spielleiterin macht Storchenbewegungen mit der Kindergruppe:

  • Storchengang: Steife, stolzierende Schrittbewegungen mit hochgezogenem Knie.
  • Schnablegeklapper: Mit langgestreckten Armen waagrechte klatsch Bewegungen vor dem Gesicht.
  • Storchenflug: Mit sanften Flügelbewegungen und ausgestreckten Armen durch den Raum „fliegen.“

Rollenspiel: Die Kinder machen aus dem Storchen-Vers ein Rollenspiel.


Tanzvärsli:
Im Maie, im Maie

Im Maie, im Maie,
si alli Chinder froh,
sie tanze Ringelreihe
Und mache alli so, so, so
und mache alli so!

Spielanregung:
Der Maivers wird als Kreisspiel getanzt. Auf: „Und mache alli so, so, so“ stehen die Kinder still und machen verschiedene Bewegungen wie: Klatschen, patschen, hüpfen, stampfen, sich um die eigene Achse drehen usw.


Früeligsmärli:
S‘ Zauberveieli

Das Blumenmärchen stammt aus Deutschland und wird von Susanne Stöcklin-Meier frei auf Schweizer Mundart nacherzählt.

Ein Hirtenjunge findet ein Zauberveilchen auf der Weide und bringt es dem Vater heim. Das Veilchen löst wundersame Ereignis aus: vom Hilferuf der Zwerge, über eine kaputte Wanduhr, dem Besuch des Vaters in der Kristallgrotte und einer seltsamen Vermehrung der Stalltiere …


Quatsch-Värs:
Vo Hase, Frösch und Chräie

Es tüe zwe Hase mitenander grase.
(Zwei Hasen-Fingerpuppen: Mit Daumen spielen)

Es tüe zwe Frösche mitenander wösche.
(Zwei Frösche-Fingerpuppen: Mit Zeigefinger spielen)

Es tüe zwe Chräie mitenander mäie.
(Zwei Chrähie-Fingerpuppen: Mit Mittelfinger spielen)

S nimmt mi Wunder über Wunder,
wie die Hase chöi grase,
wie die Frösche chöi wösche
wie die Chräie chöi mäie.

So ne Quatsch!


Tiervärs vo de Gäns :
„Frau Bidere, Frau Badere,  

„Frau Bidere, Frau Badere,
was mache eui Gäns?“
„Si sitze im Wasser,
si pfludere, si pfladere
und wäsche ihri Schwänz.“  

Spielanregung: Mit Kleinewelt-Figuren als Tischtheater vorspielen. Die Kinder  spielen den Vers als Rollenspiel:
Es braucht Frau Bidere und Frau Badere. Der Rest der Kinder stellt die Gänse dar.

Sie basteln aus Zeitungspapier „Federn“ zum Rascheln.
Das Zeitungspapier wird gefaltet und in Streifen eingeschnitten. Bei der Bruchkannte nicht durchschneiden. Die „Federn“ mit  Klebstreifen um eine WC-Rolle kleben. Die „Gänse“ halten in jede Hand einen Papierwedel. Sie gehen in die Hocke und singen im Gänsemarsch das Lied. Dabei schütteln sie geräuschvoll Gefieder und Schwänzchen.


Tiervärs: Es hockt e Chrott …

Es hockt e Chrott im Chämmerli,
är schlot sis tusigs Hämmerli
hopp, hopp, hopp,
du tusigs Chrott.

Spielanregung:
Für das Tischtheater brauchen wir eine Holz-Kröte, ein Hämmerchen und eine „klingende“ Unterlage aus Holz. Das Spiel beginnt.

Kreisspiel:
Die Kinder stehen oder sitzen im Kreis. In der Mitte kauert die Kröte am Boden, schlägt zum Lied den Takt mit ihrem Holzhammer auf den Boden. Auf: „Hopp, hopp, hopp du dicki Chrott“, hüpft die Kröte zu einem Kind im Kreis, klopft ihm dreimal Mal vor die Füsse und überreicht ihm das Holzhämmerchen. Mit der „neuen Kröte“ läuft das Kreisspiel weiter.


Früeligsmärli:
Dr goldig Schuhe vor Frau Holle

Dieses kleine Frühlingsmärchen aus Deutschland erzählt, wie Frau Holle im Frühling mit ihrem Schimmel über Wiesen, Wälder, Berg und Täler reitet. Und dabei ihren goldenen Schuh verliert. In was er sich verwandelt, sei hier nicht verraten


Tiervärs:
Ich bin e chline Esel

Ich bin e chline Esel
und wandre dür d‘Wält.
Ig waggle mit em Hinterteil,
so wie mir das grad gfallt.
Ja, ja, ja!
Ich bin e chline Esel
und wandre dür d‘Wält.
Ig waggle mit em Hinterteil,
so wie mir das grad gfallt.
Ja, ja, ja!  

Spielanleitung:
Stoffeselchen oder Spielzeugesel gehen auf allen vier Beinen rhythmisch vorwärts, bis „Wält“, anhalten und mit dem Hinterteil „waggle.“ Zweite Strophe das Gleiche, nur rückwärts bewegen.

Als Singspiel machen die Kinder die gleichen Bewegungen auf dem Boden: vor und zurück „Gehen auf allen Vieren“ und wackeln mit den Hinterteil. Das finden die Kinder das grösste Gaudi!


Tiervärs: Hüehnerstall
D‘Ursula wohnt uf em Buurehof.

Einleitungstext:
Sie het eigeti Hüehner, mängisch au chlini Bibbeli und natürlich ou e Güggel. Die schlofe alli zämme z‘Nacht im Hüehnerhuus. D‘Ursula macht Türe jede Obe sicher zu. De cha dr Fuchs se nid cho stäle.

Gäge Morge chräit der Güggel:
„Güggerigüü, Güggerigüü,
s‘isch Morge am drüü!“
Und s Huehn gaggeret:
„Gaggaraggei, Gaggaraggei,
i legge grad es Ei, gaggaragei!“

D‘Ursula geit am Morge is Hüehnerhuus
und loht ihri Hüehner und Bibbeli uus.
Si rüeft: „Gute Tag ihr Hüehner mi,
chömed gleitig, Bibibi!“

Dr Güggel chräit im Tau:
„Güggerüggüü, Güggerüggüü, do bin ig au!“
D‘ Ursula schtröit Fuetter uf e Bode
nimmt d‘Eier uus
und dreit se hei is Buurehuus.

Spielanregung:    
Für das Tischtheater mit Spielfiguren brauchen wir: ein Deko-Tuch, Hühner, einen Gockel, Eierkörbchen mit Zucker- oder Schokoladen- eier, Futterkörner und eine Spielfigur „Ursula“.
Das Vorspiel beginnt mit dem kurzen Einleitungstext. Passend zu den Versen, werden die einzelnen Figuren bewegt.

Rollenspiel: Die Kinder „verwandeln“ sich in die Vers-Figuren, spielen und sprechen als Ursula, Hühner und Gockel.


Tiervärs: S Schnäggli  

S Schnäggli schnogget,
s‘Bärgli uf, s‘Bärgi uf,
äne wieder abe,
uf em Buch, uf em Buch.